Wir behandeln nicht das Symptom
Wir behandeln die Ursache
Osteopathie Berlin Mitte

Osteopathie Berlin Mitte

Der Begriff Osteopathie stammt aus dem Altgriechischen und bedeutet „Knochenleiden“ – die osteopathischen Verfahren beschäftigen sich demnach mit der Behandlung von Schmerzen in den Gelenken, Verspannungen und einem eingeschränkten Bewegungsapparat, aber auch mit Migräne, Sodbrennen und Menstruationsbeschwerden. Die Therapiemethoden basieren hierbei auf der Grundannahme, dass die inneren Organe durch die Faszien – also das faserige Bindegewebe des Körpers – mit den Gelenken, Sehnen und Muskeln verbunden sind. Der Körper wird somit als eine Einheit wahrgenommen, sodass nicht nur die Beschwerden des Patienten, sondern vor allem auch deren Ursachen bekämpft werden. Diese grundlegenden Annahmen sind auf den US-amerikanischen Arzt Andrew Still zurückzuführen, der vor circa 140 Jahren den Körper als eine untrennbare Funktionseinheit bezeichnete und ihm Selbstheilungskräfte zusprach, die zusätzlich vom behandelnden Osteopathen unterstützt werden können.

Doch die eigentliche Geburtsstunde der Osteopathie liegt noch weiter zurück: die Methode des sogenannten „Bone-Settings“, also die Einrichtung von Knochen und Gelenken, entwickelte sich bereits am Anfang des 17. Jahrhunderts in Europa. Sie beschäftigte sich hauptsächlich mit der Behandlung von Gelenkfehlstellungen, die zunächst als manuell ertastet wurden und sich danach als muskulär ausgelöst herausstellten. Manuell bedeutet im Falle der Osteopathie immer, dass die Behandlung des Körpers nur mit den bloßen Händen des Therapeuten vollzogen wird.

Welche osteopathischen Verfahren gibt es?

Zunächst gibt es einige „oberflächliche“ Faktoren wie die Temperatur, Beweglichkeit und Spannung der Haut, die bei der Diagnostik der Beschwerden durch den Osteopathen eine Rolle spielen. Des Weiteren ist es jedoch bei der osteopathischen Therapie ebenfalls wichtig, dem tiefer liegenden Gewebe, den Bändern, Muskeln, Faszien, Knochen und Organen genug Bedeutung beizumessen. Die geläufigsten osteopathischen Verfahren sind die Cranio-Sacrale Therapie, die Faszien Therapie und die Visceralen Techniken.

Bei der Cranio-Sacralen Therapie wird zunächst durch manuelle Techniken der Rhythmus der Flüssigkeit, die Gehirn und Rückenmark umgibt, ertastet. Daraufhin wird durch spezielle Techniken mit sanftem Druck auf Schädelknochen und Halswirbelsäule eingewirkt, sodass sich Spannungen und Schmerzen lösen können.

Auch die Faszien Therapie konzentriert sich auf die Lösung von Verspannungen und Schmerzen. Wichtigster Bestandteil dieses osteopathischen Verfahren sind hierbei jedoch die Faszien, die aufgrund von Verletzungen, Bewegungsmangel und Stress oft verklebt oder verdreht sind. Durch Massagen und Körperübungen wird dann im Rahmen der Faszien Therapie die Leichtigkeit und Beweglichkeit des Körpers wiederhergestellt.

Im Fokus der Visceralen Techniken liegen wiederum die Funktionseinschränkungen der Organe. Die Diagnostik funktioniert folgendermaßen: der Therapeut tastet die Eigenbewegung der Organe ab. Dann werden mithilfe von sanften Bewegungen die Organe mobilisiert und die Gefäße und Nerven stimuliert, um den Organismus anzuregen – Veränderungen treten dann, dank der Selbstheilungskräfte des Körpers, von selbst ein.

Anwendungsgebiete der Osteopathie

Die Anwendungsbereiche der Osteopathie sind, wie bereits angedeutet, sehr vielfältig. Osteopathische Verfahren sind immer sinnvoll, wenn funktionelle Störungen für die Beschwerden zuständig sind. Darunter fallen Rücken- und Nackenprobleme wie Blockaden, Hexenschüsse, Muskelversteifungen, Bewegungseinschränkungen und Kopfschmerzen (zum Beispiel Migräne, Schwindel und Spannungskopfschmerz). Auch bei Sportverletzungen sind die osteopathischen Verfahren durchaus gefragt. Dort liegt der Fokus auf Verstauchungen, Sehnenentzündungen und Krämpfen. Des Weiteren sind die Therapien der Osteopathie auch bei Organbeschwerden sinnvoll, die sich durch Symptome wie Darmbeschwerden, Verstopfungen oder Sodbrennen äußern. Auch bei Kindern stellten sich einige osteopathische Verfahren als hilfreich heraus.

Die Osteopathie ist eine Komplementärmedizin – das bedeutet, dass sie die Schulmedizin in gewissen Bereichen der Diagnose und Behandlung ergänzt. Der große Vorteil osteopathischer Therapien ist, dass komplett auf chemische Medikation verzichtet wird. So werden nicht bloß Symptome bekämpft, sondern die eigentlichen Ursprünge der Beschwerden ergründet und behandelt. Osteopathie kann also als alleinige Behandlung und als begleitende Therapie zur schulmedizinischen Behandlung durchgeführt werden.