Leben mit Reizdarm: Was tun?

Mindestens 10 % der deutschen Bevölkerung leidet an einem Reizdarmsyndrom (RDS), einer funktionellen Darmerkrankung, die – wie der Name schon verrät – den Darm betrifft. Dabei können die Symptome des Reizdarms von Person zu Person variieren. Häufig zeichnen sich diese allerdings durch Bauchschmerzen und -krämpfen, sowie Blähungen, Durchfall oder Verstopfung aus. Es wird vermutet, dass die Symptome von bestimmten Lebensmitteln, Stress oder hormonellen Veränderungen abhängig sind, wobei die genaue Ursache eines Reizdarms nicht hundertprozentig bekannt ist.

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Reizdarm Symptome

Die genaue Ursache eines Reizdarms ist nicht bekannt, aber es wird angenommen, dass eine Kombination von Faktoren dazu beiträgt, den Darm zu überreizen. Häufig zeichnet sich ein Reizdarm durch chronische Bauchschmerzen, Blähungen, Veränderungen des Stuhlgangs oder andere Symptome, die Bauch- oder Darmregion betreffend, aus. Das kann auf abnorme Darmbewegungen, Überempfindlichkeit gegenüber Schmerzen im Darm und veränderte Kommunikation zwischen dem Gehirn und dem Darm (Darm-Hirn-Achse) zurückgeführt werden. Die Schmerzen können so stark werden, dass der Alltag stark eingeschränkt werden. Eine Diagnose mit möglichen Ursachen kann dazu beitragen, die Symptome eines Reizdarms sowie damit verbundene Schmerzen und andere unangenehme Wirkungen zu verringern.

Wie kann Reizdarm festgestellt werden?

Reizdarm ist keine Erkrankung, die genau diagnostiziert werden kann. Der Besuch eines Arztes wird in der Regel darauf hinauslaufen, anhand von Ausschlussverfahren eine genauere Diagnose zu stellen. Es werden eine Reihe an Untersuchungen ausgeführt, die darauf abzielen, andere Erkrankungen wie etwa entzündliche Darmerkrankungen, Zöliakie oder Darmkrebs auszuschließen. Die Untersuchungen bestehen aus einer gründlichen Anamnese und körperlichen Untersuchung, die verschiedene diagnostische Tests wie Blutuntersuchungen, Stuhltests, bildgebende Verfahren (z. B. eine Koloskopie) oder andere spezifische Tests umfassen kann.

Erst nach dem Ausschluss möglicher Erkrankungen kann die Diagnose „Reizdarm“ gestellt werden. Es gibt keine Labor- oder bildgebenden Tests, um einen Reizdarm eindeutig nachzuweisen. Die Diagnose basiert auf den Symptomen und dem Ausschluss anderer Erkrankungen und bedarf einer individuellen Behandlung, die von Mensch zu Mensch variieren kann und gegebenenfalls darauf abzieht, verschiedene Behandlungsmethoden auszuprobieren, um die ideale Maßnahme zu finden.

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Die Behandlung eines Reizdarms

Sofern eine Diagnose feststeht, kann die Behandlung des Reizdarms erfolgen. Dies benötigt verschiedene Maßnahmen, die den Betroffenen helfen kann, aber nicht muss. Es gibt keine genaue Medizin gegen den Reizdarm, doch mittlerweile verschiedene Maßnahme, die die Symptome verringern oder sogar eliminieren können.

Ernährungsumstellung zur Behandlung von Reizdarm

Eine Ernährungsumstellung kann oft Wunder bewirken. Zunächst einmal müssen sogenannte „Trigger-Lebensmittel“ identifiziert werden, die zur Reizung des Darmes führen können. Bestimmte Lebensmittelunverträglichkeiten sowie Allergien können zu Darmreizungen führen und Bauchschmerzen sowie andere Symptome verursachen. Es gibt verschiedene Diäten, anhand dessen sich feststellen lässt, welche Lebensmittel schädlich sein können. Oft sind Menschen von einer Laktose- oder Glutenintoleranz betroffen, sodass das Vermeiden von Lebensmitteln mit diesen Inhaltsstoffen oft helfen kann. Auch kann eine allgemein ballaststoffarme Ernährung zur Schonung des Darmbereichs beitragen.

Stressvermeidung gegen Reizdarm

Wie so oft können Stress und Unruhe der Grund für chronische Erkrankungen sein. Wer an Schmerzen und Verstimmungen in der Bauch- und Darmgegend leidet, sollte für Entspannung und Ruhe in seinem Alltag sorgen. Entspannungseinheiten, Atemübungen, Yoga oder Meditation können dazu beitragen, Stress abzubauen und das Wohlbefinden zu steigern. Ein entspannter Körper neigt weniger zu Schmerzen und Verspannungen, sodass auch die Symptome eines Reizdarms verringert oder beseitigt werden können.

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Lifestyle und Selfcare zur Reduzierung von Darmbeschwerden

Generell können ein ausgewogener Lebensstil sowie eigennützige Wohltaten das Wohlbefinden des Körpers und der Psyche steigern, sodass Erkrankungen erst gar nicht entstehen oder – falls bereits bestehend – verringert werden können. Zu einem gesunden Lifestyle gehören körperliche Aktivitäten, die im besten Fall regelmäßig ausgeführt werden. Auch ausreichender Schlaf, Ausflüge in die Natur, Massagen, Sauna, und routinierte Tätigkeiten können die Lebensqualität steigern und zu einem gesunden Körper verhelfen.

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